Das Bild zeigt einen Blick in den Garten der GLS Bank in Bochum.

Atmosphäre

In diesem Kapitel beschreiben wir, wie wir auf die Atmosphäre, insbesondere das Klima, wirken und wie das Klima auf uns wirkt. Dazu geben wir einen Einblick in Konzepte, Ziele, Maßnahmen und Kennzahlen zum Thema Emissionen & Energie sowie Klimarisiken.

Viel Spaß beim Lesen!

Einleitung

Die Atmosphäre ist die Masse an Luft, die die Erde wie eine Hülle umgibt. Durch ihre Zusammensetzung aus verschiedenen Gasen und Partikeln schützt sie uns vor lebensbedrohlichen Strahlungen und reguliert das Klima auf der Erde. Sie sorgt außerdem durch Winde für Bestäubung von Pflanzen oder durch Niederschlag für die Versorgung von Böden. Ohne die schützende Atmosphäre und den natürlichen Treibhauseffekt wäre unser Planet mit einer Durchschnittstemperatur von -18 °C für den Menschen nicht bewohnbar. Die Klimaregulierung wird durch den Menschen empfindlich beeinflusst: Insbesondere durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen, der Rodung der Wälder und der intensiven Massentierhaltung erhöht sich die Konzentration an CO2 in der Atmosphäre. Die Folge: Die Erde erwärmt sich und der natürliche Treibhauseffekt verstärkt sich.

Auswirkungen, Risiken und Chancen im Zusammenhang mit dem Klima

Diese Angaben beziehen sich auf ESRS SBM-3 und ESRS E1.SBM-3: Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell. Weitere Details sind im nichtfinanziellen Bericht 2024 enthalten.

Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse haben wir für die wesentlichen Themen positive und negative Auswirkungen, die von uns auf das Thema Klima wirken, sowie Risiken und Chancen, die sich durch das Klima für uns ergeben, gesammelt. Zu diesen Auswirkungen, Risiken und Chancen geben wir im Folgenden einen Überblick.

Konzepte zum Umgang mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen

Diese Angaben beziehen sich auf ESRS MDR-P und ESRS E1-2: Konzepte im Zusammenhang mit dem Thema. Weitere Details sind im nichtfinanziellen Bericht 2024 enthalten.

Es braucht Strategien und Konzepte, um negative Auswirkungen zu minimieren, positive Auswirkungen zu stärken, Risiken angemessen zu begegnen und Chancen zu nutzen. Einige unserer Konzepte stellen wir hier vor.

Ziele und Maßnahmen zum Umgang mit den Auswirkungen, Risiken und Chancen

Um insbesondere die negativen Auswirkungen und Risiken steuern zu können, setzen wir uns regelmäßig Nachhaltigkeitsziele. In der Zielsetzung orientieren wir uns an globalen planetaren Grenzen und sozialen Fundamenten. Um sicherzustellen, dass wir das Ziel erreichen können, führen wir verschiedene Maßnahmen durch. Im Folgenden sind die Ziele und Maßnahmen aus dem Jahr 2024 beschrieben.

Diese Angaben beziehen sich auf ESRS MDR-A, ESRS MDR-T, ESRS E1-3 und ESRS E1-4: Ziele und Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Weitere Details sind im nichtfinanziellen Bericht 2024 enthalten.

Planetare Grenzen und soziale Fundamente

Für die Atmosphäre ist ein ökologischer Schwellenwert unser verbleibendes CO2-Budget. Damit die Ökosystemleistung "Klimaregulierung" nicht durch den menschengemachten Treibhauseffekt gestört wird, dürfen wir Menschen nur noch ein gewisses Budget an Treibhausgasen emittieren. Um die 1,5°C  – 2°C-Grenze einzuhalten, gibt das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) im Juli 2025 ein Budget von 168 Gigatonnen CO2, die wir noch ausstoßen dürfen. Wenn wir weitermachen wie bisher, wird das Budget der 1,5°C-Grenze in umgerechnet 3 Jahren und 11 Monaten aufgebraucht sein.

Auch die Luftverschmutzung hat Belastungsgrenzen. Feinstaub und Luftschadstoffe beeinträchtigen regional das Klima und die Gesundheit. Es gibt keine globale Schwelle, aber regionale Belastungsgrenzen werden oft überschritten. Dies ist in 2024 für uns kein wesentliches Thema, da wir weder wesentliche Auswirkungen noch Abhängigkeiten haben.

Neben den ökologischen Schwellenwerten gibt es auch soziale Fundamente, die mit der Atmosphäre zusammenhängen. So ist der Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher und nachhaltiger Energie notwendig für Wohnen, Bildung und wirtschaftliche Entwicklung. Saubere Luft ist außerdem die Basis für körperliches Wohlbefinden und Gesundheit.

Ziel: Dauerhafte Beibehaltung einer 1,5 Grad Kompatibilität der Emissionen aus dem Kreditgeschäft der GLS Bank

Das Ziel der 1,5°C-Kompatibilität des Kreditportfolios der GLS Bank leitet sich direkt aus der Ge-schäfts- und Risikostrategie der GLS Bank ab. Die in der Strategie festgelegte Orientierung am Pariser Klimaabkommen und der Einhaltung der planetaren Grenzen wird durch das Ziel der 1,5°C-Kompatibilität operationalisiert und messbar gemacht.  Dies bedeutet, dass alle Unternehmen des Kreditportfolios der GLS Bank durchschnittlich im Einklang mit den globalen Klimazielen stehen sollen. Das Ziel der 1,5°C-Kompatibilität gilt für verschiedene Bereiche der Wertschöpfungskette, um das Geschäftsmodell ausreichend abzudecken. 

Die Erreichung des Ziels wird in °C der Klimawirkung der finanzierten Emissionen des Kreditgeschäftes der GLS Bank gemessen. Die dafür verwendete Kennzahl ist die XDC (X-Degree-Compatibility) der Firma right. based on science GmbH. Diese wird weiter unten beschrieben. 
Das Ziel gilt für das Kreditgeschäft der GLS Bank. Die berechnete Kennzahl bezieht die Emissionen des Kreditportfolios zu einem bestimmten Stichtag mit ein. Ausgenommen sind Kredite an Privatkund*innen und landwirtschaftliche Betriebe. In 2024 konnten methodische Fortschritte in der Erhöhung der Datenqualität erzielt werden, sodass in 2025 die Erhebung der XDC detaillierter erfolgen kann.

Es wird das jeweilige Berichtsjahr bewertet und kein gesondertes Basisjahr festgelegt. Das Ziel gilt bis einschließlich 2025. Es gibt keine Etappenziele. Die XDC baut auf wissenschaftlichen Erkenntnissen auf, siehe dazu weiter unten. In die Zielsetzung wurden implizit Interessenträger einbezogen, da sich die Zielsetzung an internationalen Zielen orientiert.

Da das Ziel bis einschließlich 2025 gilt und es zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch keine validen Zwischenergebnisse gibt, kann für 2024 noch kein Zielerreichungswert berichtet werden. 

Das Ziel wurde unterjährig nicht verändert. Das Ziel wird quartalsweise überwacht.

Das Ziel der 1,5°C-Kompatibilität für das Kreditportfolio wurde festgelegt, da als Bank die finanzierten Emissionen eine wichtige Rolle spielen. Um hier in Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu stehen, ist eine 1,5°C-Kompatibilität in diesem Bereich besonders relevant. Es sind bisher keine Reduktionsziele vorhanden. Diese werden im Rahmen der Erstellung des Transitionsplans erarbeitet. 

Zur Erreichung des Ziels haben wir in 2024 verschiedene Maßnahmen umgesetzt:

Ziel: Dauerhafte Beibehaltung einer 1,5°C-Kompatibilität der betrieblichen Emissionen der GLS Bank

Das Ziel der 1,5°C-Kompatibilität der betrieblichen Emissionen der GLS Bank leitet sich direkt aus der Geschäfts- und Risikostrategie der GLS Bank ab. Die in der Strategie festgelegte Orientierung am Pariser Klimaabkommen und der Einhaltung der planetaren Grenzen wird durch das Ziel der 1,5°C-Kompatibilität operationalisiert und messbar gemacht. Das Ziel der 1,5°C-Kompatibilität gilt für verschiedene Bereiche der Wertschöpfungskette, um das Geschäftsmodell ausreichend abzudecken. Auch wenn die betrieblichen Emissionen einer Bank eine untergeordnete Rolle spielen, verfolgen wir hierzu ebenso die 1,5°C-Kompatibilität. 
Die Erreichung des Ziels wird in °C der Klimawirkung der betrieblichen Emissionen gemessen. Die dafür verwendete Kennzahl ist die XDC (X-Degree-Compatibiility) der Firma right. based on science GmbH. Diese wird weiter unten beschrieben. 

Die berechnete Kennzahl bezieht die betrieblichen Emissionen (Scope 1 bis Scope 3.14) des GLS Konzerns im Berichtszeitraum ein. Es wird das jeweilige Berichtsjahr bewertet und kein gesondertes Basisjahr festgelegt. Das Ziel gilt bis einschließlich 2025. Es gibt keine Etappenziele.  Die XDC baut auf wissenschaftlichen Erkenntnissen auf, siehe dazu weiter unten.  In die Zielsetzung wurden implizit Interessenträger einbezogen, da sich die Zielsetzung an internationalen Zielen orientiert.

Da das Ziel bis einschließlich 2025 gilt und es zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch keine validen Zwischenergebnisse gibt, kann für 2024 noch kein Zielerreichungswert berichtet werden. 

Das Ziel wurde unterjährig nicht verändert. Das Ziel wird quartalsweise überwacht.

Es sind bisher keine Reduktionsziele vorhanden. Diese werden im Rahmen der Erstellung des Transitionsplans erarbeitet.

Zur Erreichung des Ziels haben wir in 2024 verschiedene Maßnahmen umgesetzt:

Ziel: Erarbeitung einer ausreichenden Datengrundlage für den Abgleich unserer Eigenanlagen mit dem 1,5°C-Ziel

Das Ziel der Herstellung einer ausreichenden Datengrundlage zur Ermittlung der 1,5°C-Kompatibilität der Emissionen der Eigenanlagen der GLS Bank leitet sich aus der Geschäfts- und Risikostrategie der GLS Bank ab. Die in der Strategie festgelegte Orientierung am Pariser Klimaabkommen und der Einhaltung der planetaren Grenzen wird durch das Ziel der Herstellung einer ausreichenden Datengrundlage operationalisiert. Das Ziel der 1,5°C-Kompatibilität gilt für verschiedene Bereiche der Wertschöpfungskette, um das Geschäftsmodell ausreichend abzudecken. 

Das festgelegte Zielniveau ist, die notwendige Datengrundlage an Emissionsdaten der Positionen der Eigenanlagen zu erreichen. Das Ziel bezieht sich auf die Datengrundlage zu Emissionsdaten der Eigenanlagen der GLS Bank. Das Bezugsjahr sind Datenerhebungen im Vergleich zu 2023. Das Ziel gilt bis einschließlich 2025. Es gibt keine Etappenziele. In die Zielsetzung wurden implizit Interessenträger einbezogen, da sich die Zielsetzung an internationalen Zielen orientiert.

Da das Ziel bis einschließlich 2025 gilt und es zum Zeitpunkt der Berichtserstellung noch keine validen Zwischenergebnisse gibt, kann für 2024 noch kein Zielerreichungswert berichtet werden. Dennoch werden die Emissionen der Eigenanlagen mit der aktuell verfügbaren Datenabdeckung und -qualität in der CO2-Bilanz berichtet. 

Das Ziel wurde unterjährig nicht verändert. Das Ziel wird quartalsweise überwacht. 

Es bestehen aktuell noch keine konkreten Reduktionsziele. 

Zur Erreichung des Ziels haben wir in 2024 folgende Maßnahme umgesetzt:

Ziel: Finanzierung einer installierten Leistung von mindestens 350 MW in der Branche Erneuerbare Energien

Das Ziel „Finanzierung einer installierten Leistung von mindestens 350 MW in der Branche Erneuerbare Energien“ trägt zur Förderung erneuerbarer Energien bei und somit zur Bekämpfung des Klimawandels. Das angestrebte Zielniveau beträgt 350 MW finanzierter Leistung in der Branche Erneuerbare Energien in 2024. Das Zielniveau wird jährlich evaluiert.

Das Ziel gilt für das Firmenkundenkreditgeschäft der GLS Bank, insb. die Branche Erneuerbare Energien. Es wird das jeweilige Berichtsjahr bewertet und kein gesondertes Basisjahr festgelegt. Das Ziel gilt für das Jahr 2024. Es gibt keine Etappenziele. Die Datenquelle zur Berechnung der Zielerreichung ist das Wirkungstransparenzportal.

Das Zielniveau basiert nicht direkt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die durch dieses Ziel forcierte Förderung erneuerbarer Energien zahlt auf das Pariser Klimaziel sowie die Einhaltung planetarer Grenzen gemäß der Donut-Ökonomie ein. Externe Stakeholder wurden nicht in die Zielsetzung einbezogen. Das Ziel wurde im Berichtsjahr nicht angepasst.

Im Berichtsjahr wurden 447,4 MW installierter Leistung in der Branche Erneuerbare Energien finanziert und das Ziel somit übertroffen.

Die Überwachung erfolgt durch ein quartalsbasiertes Reporting, das den zuständigen Abteilungsleitenden zur Verfügung gestellt wird. Gespräche zur Zielerreichung finden zwischen der Abteilungsleitung und dem Team statt - insbesondere sofern Handlungsbedarf zur Zielerreichung besteht.

Zur Zielerreichung wurde unter anderem folgende Maßnahme durchgeführt: 

Ziel: Finanzierung von PV-Anlagen, wovon mindestens 80 % Aufdachanlagen sind, in der Branche Erneuerbare Energien

Das Ziel „Finanzierung von PV-Anlagen, wovon mindestens 80 % Aufdachanlagen sind, in der Branche Erneuerbare Energien“ trägt zur Förderung erneuerbarer Energien bei und somit zur Bekämpfung des Klimawandels. Das angestrebte Zielniveau beträgt 80 % Aufdach-PV-Anlagen, gemessen an den gesamten in 2024 finanzierten PV-Anlagen in der Branche Erneuerbare Energien. Das Zielniveau wird jährlich evaluiert.

Das Ziel gilt für das Firmenkundenkreditgeschäft der GLS Bank, insb. die Branche Erneuerbare Energien. Es wird das jeweilige Berichtsjahr bewertet und kein gesondertes Basisjahr festgelegt. Das Ziel gilt für das Jahr 2024. Es gibt keine Etappenziele. Die Datenquelle zur Berechnung der Zielerreichung ist das Wirkungstransparenzportal. 

Das Zielniveau basiert nicht direkt auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Die durch dieses Ziel forcierte Förderung erneuerbarer Energien zahlt auf das Pariser Klimaziel sowie die Einhaltung planetarer Grenzen gemäß der Donut-Ökonomie ein.

Externe Stakeholder wurden nicht in die Zielsetzung einbezogen. Das Ziel wurde im Berichtsjahr nicht angepasst.

Im Berichtsjahr wurden, gemessen an den gesamten finanzierten PV-Anlagen, 79,0 % Aufdachanlagen in der Branche Erneuerbare Energien finanziert.

Die Überwachung erfolgt durch ein quartalsbasiertes Reporting, das den zuständigen Abteilungsleitenden zur Verfügung gestellt wird. Gespräche zur Zielerreichung finden zwischen der Abteilungsleitung und dem Team statt - insbesondere sofern Handlungsbedarf zur Zielerreichung besteht.

Zur Zielerreichung wurde folgende Maßnahme durchgeführt:

Das XDC-Modell

Das X-Degree Compatibility (XDC)-Modell der Firma right. based on science GmbH ist ein wirtschaftliches Klimawirkungsmodell, das die Temperaturausrichtung einer wirtschaftlichen Einheit berechnet - wie zum Beispiel eines Unternehmens, eines Gebäudes, eines Staates oder eines Portfolios. Es analysiert den Grad der globalen Erwärmung, mit dem eine wirtschaftliche Einheit unter verschiedenen Szenarien kompatibel ist, und beantwortet die Frage: „Wie viel Erwärmung könnten wir erwarten, wenn die gesamte Welt so gut abschneiden würde wie diese spezifische Einheit?“ Dabei wird die Leistung anhand von sektorspezifischen Benchmarks für die wirtschaftliche Emissionsintensität (Economic Emissions Intensity, EEI) gemessen. Die Ergebnisse werden in einer greifbaren Grad-Celsius (°C)-Zahl ausgedrückt: der XDC-Wert. 

Diese Angaben beziehen sich auf ESRS MDR-M: Parameter in Bezug auf wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte. Weitere Details sind im nichtfinanziellen Bericht 2024 enthalten.

Kennzahlen und weitere Informationen

Bekämpfung des Klimawandels im GLS Konzern

Auch die Tochtergesellschaften der GLS Bank verfolgen mit ihren individuellen Geschäftsmodellen das Ziel, negative Auswirkungen auf den Klimawandel zu reduzieren, und positive Auswirkungen zu stärken:

Das Bild zeigt Menschen an einem Tisch im Garten des GLS Bank Hauptsitzes in Bochum.

Energieverbrauch

Wir bemühen uns unseren Energieverbrauch zu minimieren. Jedoch ist ein vollständiger Verzicht im Büroalltag nicht möglich. Im Folgenden listen wir unseren Energieverbrauch im GLS Konzern auf.

Diese Angaben beziehen sich auf ESRS E1-5: Energieverbrauch und Energiemix. Weitere Details zu E1-5 sind im nichtfinanziellen Bericht 2024 enthalten.

2024*20232022202120202019
 kWhMWhin %kWhkWhkWhkWhkWh
Fernwärme793.568,1793,5752,2720.325,3875.343,31.140.082,8919.343,6959.099,3
Erdgas110.828,3110,837,380.170,2126.854,0121.491,0128.018,6141.469,9
Heizenergieverbrauch904.396,4904,4059,4800.495,51.002.197,31.261.573,71.047.362,21.100.569,2
Stromverbrauch617.118,0617,1240,6603.756,0617.295,0585.878,0596.975,0678.333,0
Summe1.521.514,41.521,51100,01.404.251,51.619.492,31.847.451,71.644.337,21.778.902,2
 
kWh je Mitarbeiter*in1.487,3**  1.541,41.932,62.376,12.333,12.935,5

* Durch Überarbeitung der Systemgrenzen werden die Energieverbräuche an untervermietete Einheiten an den Konzernstandorten hier erstmalig herausgerechnet, um den reinen Verbrauch des Konzerns darzustellen. 

** Seit 2024 werden hier die Mitarbeitenden zum Stichtag 31.12. berücksichtigt, statt der Durchschnitt über das Jahr hinweg.

Wir beziehen 100 Prozent Ökostrom. Unser Anbieter sind die Elektrizitätswerke in Schönau. Hier zeigen wir, wie sich unser Strom im Vergleich zum Bundesdurchschnitt zusammensetzt.

Am Hauptstandort in Bochum gibt es eine PV-Anlage, welche Strom produziert. Dieser wird nicht selbst genutzt, sondern komplett eingespeist. Im Jahr 2024 waren dies 22,95 MWh

CO2-Bilanz der GLS Bank

Auch wenn es wichtig ist, Emissionen im Geschäftsbetrieb zu reduzieren, ist es für uns als Bank von deutlich größerer Relevanz, den Blick auf sogenannte finanzierte Emissionen zu lenken. Indem wir Finanzierungen an Unternehmen ausgeben, ermöglichen wir diesen beispielsweise einen Umbau oder eine Produktionsausweitung. Dadurch entstehenden auch mehr Emissionen.

Diese Emissionen haben wir indirekt mitzuverantworten und genau hier liegt auch unser größter Hebel, um Emissionen zu reduzieren.

Diese Angaben beziehen sich auf ESRS E1-6: THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen. Weitere Details zu E1-6 sind im nichtfinanziellen Bericht 2024 enthalten.

Was sind eigentlich Scopes?

Scopes ist der englische Begriff für verschiedene Arten von CO2-Emissionen und ihren Entstehungsort. Insbesondere in der betrieblichen CO2-Bilanzierung wird die Einteilung nach Scopes angewandt.

  • Scope 1 Emissionen sind solche, die direkt durch das eigene Unternehmen entstehen.
  • Scope 2 Emissionen sind vor allem "zugekaufte" Emissionen aus der Energieversorgung.
  • Scope 3 Emissionen umfassen sonstige Mobilität, die Versorgung der Mitarbeitenden, unser Einkauf an Papier und Technik. Für uns als Bank fallen unter Scope 3 Emissionen auch sogenannte finanzierte Emissionen. In der Logik, dass Kreditnehmer*innen mit dem zur Verfügung gestellten Kapital ihr Unternehmen betreiben und auch Emissionen verursachen, tragen wir eine Mitverantwortung für diese Emissionen.
Die Grafik zeigt die verschiedenen Scopes.

CO2-Bilanz 2024 der GLS Bank und des GLS Konzerns

in t CO2eGLS BankGLS Konzern*
Scope 1 THG-Emissionen0,3637,65
Prozentsatz der Scope-1- Treibhausgasemissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen (in %)--
Standortbezogene Scope-2 THG-Bruttoemissionen431,47704,38
Marktbezogene Scope-2 THG-Bruttoemissionen 253,08502,61
Gesamte indirekte (Scope-3-) THG-Bruttoemissionen923.470,301.198.770,80
Scope 3 Kategorie 1 Erworbene Waren und Dienstleistungen533,91540,40
Optionale Unterkategorie: Cloud-Computing und Rechenzentrumsdienstein Scope 1 enthaltenin Scope 1 enthalten
Scope 3 Kategorie 3 Tätigkeiten im Zusammenhang mit Brennstoffen und Energie (nicht in Scope 1 oder Scope 2 enthalten)60,3775,68
Scope 3 Kategorie 4 Vorgelagerter Transport und Vertrieb75,2275,22
Scope 3 Kategorie 5 Abfallaufkommen in Betrieben0,340,34
Scope 3 Kategorie 6 Geschäftsreisen34,9945,69
Scope 3 Kategorie 7 Pendelnde Mitarbeitende578,16638,79
Scope 3 Kategorie 13 Nachgelagerte geleaste Wirtschaftsgüter79,6468,95
Scope 3 Kategorie 15 Unternehmensanleihen und börsennotiertes EigenkapitalSc. 1: 32.425,51
Sc. 2: 3.047,04
Sc. 3: 17.546,95
Sc. 1: 32.513,20
Sc. 2: 3.049,30
Sc. 3: 17.616,63
Scope 3 Kategorie 15 Staatsanleihen30.938,9730.938,97
Scope 3 Kategorie 15 Unternehmenskredite und nicht-börsennotiertes EigenkapitalSc. 1: 110.250,17
Sc. 2:  56.226,72
Sc. 3:  471.367,05
Sc. 1: 140.707,30
Sc. 2: 167.041,01
Sc. 3: 594.979,90 
Scope 3 Kategorie 15 ProjektfinanzierungSc. 1: 16.899,80
Sc. 2: 10.744,11
Sc. 3: 159.340,83
Sc. 1: 16.899,80
Sc. 2: 10.744,11
Sc. 3: 159.340,83
Scope 3 Kategorie 15 Gewerbeimmobilien1.309,381.309,38
Scope 3 Kategorie 15 Hypotheken11.939,5511.939,55
Scope 3 Kategorie 15 Kraftfahrzeug-DarlehenSc. 1: 27,48
Sc. 2: 28,17
Sc. 3: 15,92
Sc. 1: 27,48
Sc. 2: 28,17
Sc. 3: 15,92
THG-Emissionen insgesamt (standortbezogen)923.902,131.199.512,83 
THG-Emissionen insgesamt (marktbezogen)923.723,741.199.311,06

* Hier mit enthalten: GLS Bank, GLS Investments, GLS Mobility, GLS BAG, GLS EAG, GLS ImmoWert, vollkonsolidierte GLS Immobilienprojekte, vollkonsolidierte Wind- und Solarparks. Die Einzelbilanzen sind im nichtfinanziellen Bericht enthalten. Die Konzern-CO2-Bilanz entspricht nicht der Summe der CO2-Bilanzen der einzelnen Unternehmen, da innerhalb des Konzerns Geschäfts- und Mietverhältnisse bestehen, welche in der CO2-Bilanz nicht doppelt berechnet werden dürfen.

Die Grafik zeigt die Verteilung der Emissionen auf die verschiedenen Scopes in Prozent.

Es besteht keine Vergleichbarkeit zu den Vorjahren durch eine Erweiterung der Systemgrenzen und Aufschlüsselung nach Tochterunternehmen. 

Einige der berichteten Emissionen basieren auf Schätzungen und Vorjahreswerten. Die Methoden, Annahmen und Emissionsfaktoren beschreiben wir ausführlich in unserem nichtfinanziellen Bericht. Die verwendeten Emissionsintensitäten für unsere Firmenkund*innen wurden durch das Wuppertal Institut entwickelt. 

Die biogenen Emissionen des GLS Konzerns in 2024 betragen 62,91 t CO2. Biogene Emissionen sind Treibhausgase, die aus biologischen Prozessen stammen, wie beispielsweise die CO2-Emissionen, die durch die Zersetzung organischer Materialien in Böden, Wäldern und landwirtschaftlichen Flächen entstehen.

Emissionen aus der Mitarbeitendenmobilität

Seit der Corona Pandemie hat sich unsere Arbeitswelt verändert. Eine neue Normalität hat sich über die letzten Jahre entwickelt, aus welcher die mobile Arbeit nicht mehr wegzudenken ist. Damit hat sich auch das Mobilitätsverhalten der Menschen in dem GLS Konzern verändert. 

Für uns als sozial-ökologischer Konzern ist es wichtig die Bedarfe und Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden einzufangen und uns dabei auch den Herausforderungen zu stellen, die besonders für die Emissionsschätzungen aus dieser neuen Arbeitsrealität entstehen. 

Deswegen haben wir 2024 eine neue Pendlerumfrage durchgeführt. Mit der Pendlerumfrage werden die für unsere CO2-Bilanz wichtigen Daten über die mobile Arbeit und das aktuelle Mobilitätsverhalten unserer Mitarbeitenden abgefragt.

Pendeln zum Arbeitsplatz 2024

Mit Hilfe der gewonnenen Daten aus der Umfrage können wir über einen externen CO2-Rechner die Emissionen berechnen, die durch die mobile Arbeit sowie durch das Pendeln zum Arbeitsplatz anfallen.

Mit knapp 101.311 mobilen Arbeitstagen im Jahr 2024 wurden die daraus resultierenden Emissionen auf 170,20 Tonnen CO2-Äquivalente geschätzt. Die Treibhausgasemissionen der mobilen Arbeit setzen sich aus dem durchschnittlichen Bedarf an Stromverbräuchen für Laptop, Bildschirm, Router, Internetnutzung und dem zusätzlichen Wärmebedarf zusammen. Der Anteil der mobilen Arbeitstage lag 2024 bei 47 %.

Durch die An- und Abfahrtswege zum Arbeitsplatz wurden 468,59 Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2024 verursacht. 49 Prozent der Strecken werden dabei von unseren Mitarbeitenden mittels des ÖPNVs zurückgelegt. Für 37 % der Personenkilometer wurde das Auto genutzt, wobei der Anteil der E-PKWs zunimmt.

Nachhaltige Mobilität der Mitarbeitenden

Mit unserer Tochter GLS Mobility gestalten wir die Zukunft der Mobilität. 2025 hat die Softwareplattform bill.bo das seit 2018 etablierte Portfolio rund um Giro-e abgelöst. bill.bo bietet Ladeinfrastrukturbetreibenden ein modulares, systemoffenes Abrechnungssystem. Heute ermöglichen die Produkte der GLS Mobility an über 10.000 Ladepunkten in Europa die einfache Abrechnung von Ladevorgängen.

Das Team der GLS Mobility begleitet zudem Unternehmen auf dem Weg zur nachhaltigen Mobilität: von der Erhebung von Mobilitätsdaten gemäß CSRD bis zur Elektrifizierung des Fuhrparks. 
Im Zukunftsbild der GLS Bank ist jedoch nicht die reine Förderung von E-Mobilität, sondern vielmehr die ganzheitliche Verkehrs- und Mobilitätswende die Priorität. Die GLS Mobility fördert in verschiedenen partnerschaftlichen Beziehungen die Nutzung klimafreundlicher Mobilitätsformern. Dafür informiert sie regelmäßig in Workshops und Vorträgen in verschiedenen Formaten.

Die GLS Mobility versteht sich als Mitgestalter der Verkehrswende auf individueller und institutioneller Ebene. Im Rahmen der nachhaltigen Unternehmensmobilität geht sie als Pionier voran und unterstützt andere Unternehmen gerne in der Ausgestaltung klimafreundlicher Mitarbeitendenmobilität.

eCarharing-Flotte

272.898 Kilometer wurden 2023 mit der eCarSharing-Flotte zurückgelegt - davon 118.692 Kilometer zu geschäftlichen Zwecken und 154.206 Kilometer privat.
Über ein internes eCarSharing Modell kann unser Fahrzeugpool von allen Mitarbeiter*innen 24/7 sowohl dienstlich als auch privat gebucht werden. Die Erfahrungen mit dem Fahren von E-Fahrzeugen haben bereits Mitarbeiter*innen unseres Hauses veranlasst, ihren Verbrenner-PKW ganz abzuschaffen oder zumindest gegen ein privates Fahrzeug mit alternativem Antrieb zu tauschen. Seit 2019 bereichern auch ein E-Lastenrad und ein E-Klapprad für Dienstreisen unseren Fuhrpark. Im Jahr 2021 wurde dieser um zwei weitere E-Bikes erweitert. Alle Fahrräder werden über unsere Buchungsplattform bequem online gebucht.

JobRad

JobRad ist nach wie vor ein langjähriger und verlässlicher Kooperationspartner der GLS Bank. Viele Mitarbeitende nutzen das Angebot und die Vorteile der Gehaltsumwandlung. 
Im Jahr 2024 wurden 76 neue Leasing-Verträge geschlossen. 60 Leasing-Verträge sind in dem Jahr ausgelaufen. Am Ende der Leasing-Laufzeit können die Fahrräder meist zu einem marktaktuellen Restwert käuflich erworben oder kostenfrei wieder an JobRad zurückgegeben werden. In Summe waren im vergangenen Jahr 181 aktive Mitarbeitende mit JobRad nachhaltig und gesundheitsbewusst unterwegs.

Deutschlandticket

Sofern Mitarbeitende den ÖPNV für ihren Arbeitsweg nutzen, übernimmt die GLS Bank die vollständigen Kosten eines Deutschlandtickets. Dazu gibt es Großkundenabkommen mit der Deutschen Bahn (für alle Standorte) oder mit der Bogestra (für den Standort Bochum). Im Jahr 2024 nutzten 530 Menschen diese Möglichkeit. 

Zudem unterstützt und fördert die GLS Bank multimodale Mobilität und trägt deshalb auch die Kosten eines Fahrradzusatztickets im ÖPNV für ihre Mitarbeitenden. 
 

Unser Umgang mit Emissionen

Wir stehen dem Konzept der Kompensation kritisch gegenüber und haben uns entschieden, keinen Ausgleich von Emissionen durch den Kauf von Klimaschutzzertifikaten oder CO2-Gutschriften vorzunehmen und uns dadurch als „klimaneutral“ zu bezeichnen. Stattdessen planen wir, einen monetären Betrag  in tatsächlich wirkungsvolle Mechanismen zu investieren, zum Beispiel in den Aufbau einer emissionsarmen Landwirtschaft.

Betroffenheit der GLS Bank und ihrer Kund*innen von Klimarisiken

Basierend auf der Risikoinventur von 2023 wurde festgestellt, dass die GLS Bank in der langfristigen Perspektive (>10 Jahre) am höchsten von physischen ESG-Risiken, insbesondere im Kontext eines starken Klimawandels in einer "Hot house world", also von steigenden Klimafolgen, betroffen ist. Die "Hot house world"-Szenariofamilie bildet damit auch die Grundlage für die adverse Szenarioentwicklung bezüglich ESG-Entwicklungen in der normativen Perspektive. Im Szenario steigt die globale Erwärmung trotz der Maßnahmen bis zum Jahr 2100 voraussichtlich auf 2,5 - 2,9°C an. Dies hat zur Folge, dass chronische Umweltveränderungen, akute Extremwetterereignisse sowie eine zunehmende globale Ungerechtigkeit verstärkt werden. Aufgrund einer fehlenden standardisierten Parametrisierung entwickelt die GLS Bank basierend auf makroökonomischen Kennzahlen des NGFS Szenarios eine eigene Parametrisierung. Die NGFS (Network for Greening the Financial System) wurde aufgrund ihrer hohen Akzeptanz und Wissenschaftlichkeit und einer Konsistenz ausgewählt.

Unter Anwendung auf die GLS Bank ergibt sich folgendes Narrativ der Analyse aus 2024: Im hypothetischen adversen Szenario, das für die Jahre 2024 - 2026 angenommen wird, treten ein großes Flutereignis in Norddeutschland sowie Trockenheit und Dürre in ganz Europa auf. In Konsequenz steigen Preise fossiler Energieträger und landwirtschaftlicher Produkte, die Inflation nimmt zu und das BIP nimmt ab. Die Branche Ernährung ist von einer abnehmenden Bodenfeuchte in den Sommermonaten und zunehmenden Extremniederschlägen in Wintern von Ernteausfällen und Schäden betroffen. Unternehmen sind von steigenden Überflutungsgefahren betroffen, was zu Schäden an materiellen Vermögenswerten und zu Produktionsausfällen führt. Sicherheitenwerte gehen in den betroffenen Regionen zurück und die LGD (Ausfallverlustquote) steigt an. Daraus resultieren die maßgeblichen Stressparameter für die Bewertungsergebnisse des Kunden- und Eigengeschäfts.

In dem Szenario wird deutlich, dass die GLS Bank im Kunden- und Eigengeschäft für physische Risiken exponiert ist, welche allerdings keine bedrohlichen Ausmaße annehmen. 
Aufgrund der breiten Diversifizierung in Anlage- und Kreditprodukten und der klaren sozial-ökologischen Ausrichtung schätzt die GLS Bank die zu erwartenden nachteiligen Auswirkungen von Nachhaltigkeitsrisiken als gering ein. Durch das nach-haltige Geschäftsmodell und Geschäftsfelder, sowie eine breite Diversifizierung besteht kein großer Anpassungsbedarf im Anlage- und Kreditbereich. Anpassung sind jedoch auf Einzelgeschäftsebene möglich.

Mehr zu unserer Risikoinventur berichten wir hier.

Empfehlungen zu klimabezogenen Offenlegungen der Task force on climate-related financial disclosures

Die Task Force on Climate-related Financial Disclosure (TCFD) wurde 2015 vom Finanzstabilitätsrat ins Leben gerufen, um Empfehlungen für eine einheitliche und vergleichbare Klimaberichterstattung auszuarbeiten.