Nachhaltigkeit und Wirkung: Bildung & Kultur 2025

Unser Zukunftsbild Bildung und Kultur

Als GLS Bank nutzen wir Geld als soziales Gestaltungsmittel. Gemeinsam mit unseren Kund*innen wollen wir durch den bewussten Umgang mit Geld die Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft sichern und fördern.  

Die Grundlage für unsere Arbeit und unser Verständnis einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft bilden unser Leitbild und die Anlage- und Finanzierungsgrundsätze. Darin halten wir fest, welche Geschäftsfelder und -aktivitäten wir grundsätzlich von einer Finanzierung ausschließen und welche Geschäftsfelder wir im Rahmen unserer Finanzierungsentscheidungen positiv bewerten, weil sie aus unserer Sicht zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen.  

Daraus abgeleitet ergeben sich unsere sechs Branchen. Für diese haben wir jeweils in einem Zukunftsbild unsere Vision für die Branche festgehalten: Was ist für uns der Zielzustand einer nachhaltigen Gesellschaft in dieser Branche?  

Für die Branche „Bildung & Kultur“ halten wir fest:  

Bildung und Kultur prägen die Erfahrung und die Wahrnehmung der Menschen. Dort wird neben dem persönlichen und familiären Umfeld ein Grundstein für zukunfts- und werteorientiertes Handeln und für individuelle, bedarfs- und interessensgerechte Entwicklungswege gelegt. In diesem Wissen entwickelt und begleitet die GLS Gemeinschaft Wege des gesellschaftlichen Wandels mit zukunftsweisenden Bildungs- und Kultureinrichtungen:  

Pädagogische Vielfalt, eine gute Betreuung und Bildungskonzepte zur Vermittlung zukunfts- und werteorientierter Handlungskompetenzen ermöglichen, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihre geistigen, seelischen und sozialen Fähigkeiten und Interessen bestmöglich entwickeln können. So lernen sie, ihr Leben zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen – jede*r auf der Grundlage der eigenen Fähigkeiten. Dazu tragen auch eine entsprechende Ausstattung, nachhaltige Bauweisen und die Gestaltung der Räume im Sinne einer gesunden, lernfördernden Umgebung bei. Die Mitarbeitenden gehen partnerschaftlich und zugewandt mit den Menschen um, mit denen sie arbeiten. Gute Bildungseinrichtungen sollten allen Menschen zugänglich sein und Vielfalt fördern. So stützen sie auch eine der Grundsäulen unserer Demokratie: gebildete und mündige Bürger*innen. Dabei sind freie Bildungseinrichtungen Treiber der pädagogischen Entwicklung. Sie gestalten ein gemeinschaftliches Miteinander und ermöglichen Teilhabe und Austausch.  

Freie Kultureinrichtungen sind unabhängig, agieren mit gesellschaftlichem Auftrag und erproben neue Wege der Partizipation. Durch vielfältige kulturelle und künstlerische Angebote bereichern sie das gesellschaftliche Zusammenleben, schaffen eine kritische Öffentlichkeit und balancieren den Erhalt des kulturellen Erbes mit gesellschaftlichem Wandel. Verschiedene Kulturen und kulturelle Einrichtungen existieren friedlich neben- und miteinander. So schaffen sie eine vielfältige, friedliche und tolerante Gesellschaft. 

Transparenz in der Kreditvergabe: Wirkungsmessung

Wir haben den Anspruch, Transparenz im Bankgeschäft zu schaffen. Für die Kreditvergabe bedeutet das in erster Linie: Wir veröffentlichen, wer bei uns einen Kredit erhält und wofür.  

Darüber hinaus wollen wir so konkret wie möglich messbar und nachvollziehbar machen, wie wir unseren Gestaltungsanspruch leben. Im Rahmen der Wirkungsmessung erheben wir branchen- und segmentspezifische Daten. Sie unterstützen uns dabei, die Wirksamkeit unserer Kreditvergaben zu prüfen und sichtbar zu machen. Uns ist bewusst, dass sich positive Wirkung nicht ausschließlich anhand quantitativer Faktoren bemessen lässt.
Daher nutzen wir die Wirkungsmessung als Grundlage unserer Kommunikation. Eine Finanzierungsentscheidung treffen wir immer aus einer ganzheitlichen Betrachtung heraus, die sich aus einer vertrauensvollen Kundenbeziehung und dem Dialog mit unseren Kund*innen ergibt.

Da die Indikatoren der Wirkungsmessung nicht auf jedes Geschäftsmodell und jede Unternehmensgröße gleichermaßen anwendbar sind, erheben wir zusätzliche Daten zu Nachhaltigkeit und Wirkung derzeit nur für ausgewählte Firmenkund*innen – vorausgesetzt, eine sinnvolle und belastbare Datenerhebung ist möglich. Wir bezeichnen diese Kreditvergaben als „relevante Neufinanzierungen“. Im Jahr 2025 haben wir branchenübergreifend für 98 % unserer relevanten Neufinanzierungen die Wirkungsmessung durchgeführt.  

Blick auf 2025

Hintergründe zur Branche

In der Branche Bildung & Kultur unterscheiden wir zwischen zwei Teilbereichen: Bildung sowie Kunst, Kultur und Weltanschauung.

Zu Bildung gehören Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft, allgemeinbildende Schulen und Förderschulen, Erwachsenenbildung, Kindertagesstätten sowie Sportstätten und Vereine für Breitensport.

Im Bereich Kunst, Kultur und Weltanschauung unterstützen wir Religionsgemeinschaften, Gemeinschaften zur Ausübung und Organisation des freien Geisteslebens sowie kulturelle Einrichtungen (Musik, Kunst, Film).

Herausforderungen und Schwerpunkte 2025

Der Fach- und Lehrkräftemangel bleibt eine zentrale Herausforderung im deutschen Bildungssystem. Prognosen der Kultusministerkonferenz zeigen, dass die Situation bis in die 2030er-Jahre angespannt bleibt. Für freie Schulen verschärft sich der Wettbewerb um qualifiziertes Personal zusätzlich, da sie häufig nicht mit staatlichen Rahmenbedingungen wie Verbeamtung konkurrieren können. Gleichzeitig steigen die Schülerzahlen weiter an, was den Druck auf alle Bildungsträger erhöht.

Parallel vertieft sich die Schere zwischen Kindern aus bildungsnahen und bildungsfernen Elternhäusern. Das freie Schulwesen kann innovative Lernkonzepte entwickeln und erproben. Der nötige finanzielle Aufwand kann aber eine Zugangshürde für Familien sein. Zugleich ist ermutigend zu beobachten, dass auch außerhalb traditioneller Reformpädagogik zunehmend neue Lernformate entstehen — sowohl bei freien Trägern als auch an kommunalen Schulen. Die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen der jüngsten Zeit unterstreichen dabei einmal mehr, wie dringend werteorientierte und demokratiebildende Bildungsansätze gebraucht werden.

Auch die Nachhaltigkeit von Bildungseinrichtungen gewinnt weiter an Bedeutung. Energetische Sanierungen und ressourcenschonendes Bauen sind für viele Träger sowohl ökologische Verantwortung als auch wirtschaftliche Notwendigkeit. Daher braucht es tragfähige Finanzierungsmodelle, die nachhaltiges Bauen für freie Träger realisierbar machen.

Ein weiteres relevantes Thema bleibt der Bewegungsmangel bei Kindern und Jugendlichen. Studien zeigen, dass sich die körperliche Fitness seit der Pandemie nicht vollständig erholt hat — dabei wir das Thema zunehmend auch zu einem volkswirtschaftlichen Faktor. Umso wichtiger sind vernetzte Ansätze zwischen Schulen, Sportvereinen und weiteren Akteuren. Mit der sogenannten „Sportmilliarde" hat der Bund ein Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten auf den Weg gebracht — ein wichtiger Impuls angesichts des erheblichen Investitionsbedarfs. Den Fokus auf Investitionen in Sportinfrastruktur, insbesondere mit Blick auf inklusive Angebote, wollen wir auch in Zukunft weiter stärken.

Im Bereich Kunst, Kultur und Weltanschauung haben sich die Rahmenbedingungen 2025 weiter verschlechtert. Kürzungen auf Bundes- und kommunaler Ebene erhöhen den Druck auf viele Einrichtungen und verstärken die Planungsunsicherheit besonders für kleinere und freie Träger. 

Finanzielle Branchenkennzahlen 2025

  • 2025 wurden in der Branche Bildung und Kultur neue Kredite in Höhe von 84,7 Mio. Euro vergeben.
  • Die Branche Bildung und Kultur macht einen Anteil von 6 % am gesamten Neukreditvolumen im Jahr 2025 aus.
  • Die im Folgenden dargestellten Kennzahlen und Kundenbeispiele beziehen sich auf den Teil unserer Finanzierungen, für den eine vertiefte Erhebung von Nachhaltigkeits- und Wirkungsdaten erfolgt.  
Branchenleitung Claudia Esselun
Claudia Esselun, Branchenleiterin Bildung & Kultur

Ergebnisse der Wirkungstransparenz

Pädagogische Vielfalt

Durch ein vielfältiges pädagogisches Angebot werden die individuellen Interessen und Bedarfe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen berücksichtigt und ganzheitliche Kompetenzen vermittelt.

Ein solches Angebot zeigt sich in der Vielfalt der pädagogischen Ansätze — von individualisierten und selbstbestimmten Lernkonzepten über mehrsprachige Bildungsangebote bis hin zu reformpädagogischen Ansätzen wie Waldorf- oder Montessoripädagogik. Gerade in Zeiten wachsender gesellschaftlicher Herausforderungen gewinnt die Frage, wie Bildung gestaltet wird, noch einmal an Gewicht: Werteorientierung, Resilienz und demokratische Teilhabe lassen sich nicht verordnen, sondern brauchen Räume, in denen sie entwickelt und gelebt werden können.

Im Rahmen der Finanzierungsentscheidung setzen wir uns daher auch mit dem jeweiligen pädagogischen Konzept auseinander. Eine solche Einschätzung ist nur bedingt objektivierbar und orientiert sich damit in erster Linie an den Standards und Leitbildern der Trägervereine – u.a. Montessori und Waldorf. Ergänzend beruht sie auf der Wahrnehmung der Kundenbetreuer*innen aus Gesprächen und Besuchen vor Ort. Das Gesamtbild fassen wir in einem Orientierungswert auf einer Skala von „ungenügend" bis „hervorragend“ zusammen. Im letzten Jahr wurden 6 % der finanzierten Einrichtungen als „durchschnittlich“, 55 % „gut“ und 39 % als „hervorragend“ eingestuft. 

Insgesamt wurden 2025 9.948 Bildungsplätze neu finanziert oder im Bestand gesichert — in über 50 Einrichtungen aus den Bereichen Schule, Kindertagesbetreuung sowie Berufs- und Erwachsenenbildung. Darunter wurden 1.230 Plätze neu geschaffen

Durch ein vielfältiges pädagogisches Angebot werden die individuellen Interessen und Bedarfe von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen berücksichtigt und ganzheitliche Kompetenzen vermittelt.

Zukunftsweisendes Lernen

Bildungsangebote sollten junge Menschen auf eine selbstbestimmte und verantwortungsbewusste Teilhabe an der Gesellschaft vorbereiten. In einer Zeit, in der Demokratie, digitale Transformation und ökologische Verantwortung keine abstrakten Konzepte mehr sind, sondern den Alltag junger Menschen unmittelbar prägen, kommt innovativen Lernkonzepten eine besondere Bedeutung zu. Der Schlüssel liegt dabei weniger im theoretischen Vermitteln als im aktiven Erleben: durch projektbasiertes Arbeiten, Partizipation und individuelle Lernwege, die kritisches Denken und eigenverantwortliches Handeln fördern.

Erfreulicherweise zeigt sich dieser Anspruch auch mehr und mehr in staatlichen Lehrplänen und über den Bildungsbereich insgesamt hinweg. Integriert in alltagsnahe und erlebbare Lehrkonzepte erleben wir eine beispielhafte Umsetzung tagtäglich bei unseren Kund*innen. Unter anderem integrieren 81 % Projekte zu Umwelt und Klima und 77 % thematisieren gesunde Ernährung als Teil eines bewussten Lebensstils. Je 70 % der Einrichtungen verankern Demokratie und Mitbestimmung aktiv im Schulalltag — etwa über Schulgremien, Projektwochen oder partizipative Unterrichtsformate — und vermitteln Medienkompetenz als Grundlage für einen reflektierten Umgang mit digitalen Informationen und Öffentlichkeit. Gerade letzteres gewinnt in einem gesellschaftlichen Klima, das von Desinformation und politischer Polarisierung geprägt ist, erheblich an Relevanz.

Dass diese Grundsteine bereits im Kleinkindalter gelegt werden können, zeigt das Beispiel der Berliner Kitas El Mundo de los Niños. Die deutsch-spanischen Einrichtungen verstehen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit, die von Geburt an aktiv an ihrer eigenen Entwicklung mitwirkt — und gestalten ihren Alltag konsequent nach diesem Bild. Konkret bedeutet das: Sprachförderung und interkulturelle Bildung sind durch den bilingualen Alltag nicht abstrakt-theoretische Lernziele, sondern gelebte Erfahrung. Im Bereich Natur und Umwelt zielt das Konzept darauf ab, Kinder für ihre Umgebung zu sensibilisieren und ein ökologisches Bewusstsein zu entwickeln — ergänzt durch naturwissenschaftliches Experimentieren und Entdecken, das die angeborene Neugier der Kinder aufgreift. Hinzu kommt bio-vegetarische Ernährung aus regionalen Quellen als gelebter Beitrag zu Gesundheit und Nachhaltigkeit im Kita-Alltag. Ein Beleg dafür, dass zukunftsweisendes Lernen keine Frage des Alters ist. 

Innovative Unterrichtskonzepte vermitteln zukunfts- und werteorientierte Kompetenzen wie Demokratieverständnis, Medienkompetenzen, „Lernen fürs Leben“.

Ein Kind baut gemeinsam mit einer weiblich gelesenen Person mit Holzteilen.

Teilhabe & Zugang

Gute Bildung, Mitgestaltung und Teilhabe an kulturellen und künstlerischen Aktivitäten muss allen Menschen zugänglich sein. 

Dabei umfassen Teilhabe und Zugang verschiedene Aspekte wie chancengerechten Zugang zu Bildung unabhängig von sozialer oder finanzieller Herkunft, barrierefreies Lernen, die Berücksichtigung individueller Lernbedürfnisse, kulturelle und sprachliche Vielfalt im Unterricht sowie die aktive Mitgestaltung von Bildungsprozessen durch Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern.  

Die Ausgestaltung stellt viele Einrichtungen vor erhebliche Herausforderungen — insbesondere angesichts begrenzter finanzieller und personeller Ressourcen und struktureller Ungleichheiten, die nicht allein in die Verantwortung einzelner Schulen übertragen werden können. Gleichzeitig viele Einrichtungen, dass konkrete Fortschritte möglich sind: 46 % verfügen über ein Inklusionskonzept oder bieten gezielte Fördermaßnahmen an, weitere 27 % arbeiten aktuell daran.  

Insgesamt waren 111 Bildungsplätze mit Begleitung durch Inklusions- oder Fördermaßnahmen belegt. Das entspricht etwa 1 % der insgesamt 9.948 finanzierten oder gesicherten Plätze. Zum Vergleich: Die bundesweite Inklusionsquote, also der Anteil aller Schüler*innen, die mit sonderpädagogischem Förderbedarf an einer Regelschule unterrichtet werden, lag zuletzt bei 3,4 % (Schuljahr 2022/23). Das spiegelt weniger die Haltung der Einrichtungen wider, als vielmehr die strukturellen und finanziellen Grenzen, innerhalb derer Inklusion in der Praxis umgesetzt werden kann.

26 % der Einrichtungen ermöglichen einkommensbezogene Zugangserleichterungen — sei es durch transparente Staffelung der Schulgelder, Hinweise auf Förderprogramme oder einkommensabhängige Regelungen. Ganzheitlich betrachtet bewerten unsere Kundenbetreuenden das Thema Inklusion und Teilhabe an den finanzierten Einrichtungen bei 57 % „gut“, 15 % „durchschnittlich“ und bei 28 % sogar „hervorragend“.

Bildung und Entwicklung enden nicht mit dem Abschluss einer weiterführenden Schule. Auch Erwachsenenbildung spielt eine zentrale gesellschaftliche Rolle — sie ermöglicht lebenslanges Lernen, verbessert soziale und berufliche Aufstiegschancen und hilft Menschen, sich an wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen anzupassen. Dass auch hier der Zugang stark vom Einkommen abhängt, bleibt eine strukturelle Herausforderung. Umso wichtiger ist es, Angebote nicht nur zugänglich, sondern auch passgenau zu gestalten: Einrichtungen, die Teilnehmende aktiv in die Konzeption der Lerninhalte einbinden, erhöhen Motivation, Lernerfolg und praktische Anwendbarkeit. Bei vier der sieben von uns finanzierten Einrichtungen im Bereich Erwachsenenbildung ist dies bereits gelebte Praxis oder wird aktuell umgesetzt.

Gute Bildung, Mitgestaltung und Teilhabe an kulturellen und künstlerischen Aktivitäten muss allen Menschen zugänglich sein.

Ein Kind in einem elektrischen Rollstuhl schiebt ein weiteres Kind in einer Rollkiste im Spiel vor sich her. Beide Kinder lachen.

Gesunde, lernfördernde Umgebung

Im vergangenen Jahr haben wir 38 Immobilien im Bildungsbereich finanziert: 39 % Neubauten, 34 % Erwerbe und 18 % Sanierungen, der Rest entfiel auf sonstige Baumaßnahmen oder Baukostensteigerungen. Für 50 % dieser Immobilien liegen nWert-Gutachten vor, die ökologische und soziale Aspekte der Einrichtung bewerten — vom Energiekonzept über Baustoffe bis zur Raumgestaltung und Barrierefreiheit. Der Durchschnittswert lag bei 63,6, was einer Bewertung von „gut" entspricht. Die Ergebnisse verteilen sich von „solide" (47 %) über „gut" (16 %) bis hin zu „sehr gut" oder „herausragend" (37 %).  

Darin zeigt sich: Der Anspruch und die Anforderungen an zukunftsfähige Bildungsräume sind hoch – und werden doch in der Praxis bereits umgesetzt und sichtbar. Dennoch bleibt es eine erhebliche Herausforderung für freie Schulen, nachhaltige Energiekonzepte, umweltfreundliche Materialien, lernfördernde Raumgestaltung und weitere Investitionen etwa im Bereich Digitalisierung ohne deutliche Erhöhung der Schulbeiträge in Einklang zu bringen. Der damit verbundene Investitionsbedarf – zzgl. ökologischer Standards, behördlicher Vorgaben und steigender Baukosten – ist in der Refinanzierung oft nicht eindeutig geregelt. Langfristige Einsparungen durch energieeffiziente Gebäude oder erneuerbare Energien sind möglich – die anfängliche Finanzierung bleibt jedoch eine Hürde. Angepasste Fördermodelle und verlässliche Finanzierungswege sind entscheidend, um nachhaltige Bildungsräume für kommende Generationen zu sichern.

Auch das Essensangebot trägt wesentlich zu einem nachhaltigen Lernumfeld bei und bietet zugleich pädagogischen Mehrwert. 59 % der von uns 2025 finanzierten Einrichtungen bieten biologisches oder bio-regionales Essen an. Dies fördert Gesundheit und Leistungsfähigkeit und vermittelt den Kindern früh, wie ökologisch nachhaltige Ernährung praktisch umgesetzt werden kann. 

Bildungsangebote und kulturelle Aktivitäten sollten in einer sozial und ökologisch verträglichen Umgebung stattfinden.

Verteilung nWert Gutachten bei 2025 finanzierten Immobilien in der Branche Bildung & Kultur

Kulturelle Vielfalt & Kreativität

In einer vielfältigen, friedlichen und toleranten Gesellschaft wird das freie Geistesleben und die Entwicklung der geistigen, kulturellen und künstlerischen Fähigkeiten gefördert.

Im vergangenen Jahr haben wir 10 Einrichtungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Weltanschauung und Sport finanziert – vom Sportverein, über Kino, Schaubühne und Kunsthaus bis zur Bürgerstiftung. Sie tragen auf unterschiedliche Weise zur kulturellen und sportlichen Vielfalt in unserer Gesellschaft bei.

 

In einer vielfältigen, friedlichen und toleranten Gesellschaft wird das freie Geistesleben und die Entwicklung der geistigen, kulturellen und künstlerischen Fähigkeiten gefördert.