Wir richten unsere Arbeit an klaren Kernwerten aus: zukunftsweisend, beherzt, zugewandt, menschlich, transparent, gemeinschaftlich und wirksam. Diese Werte prägen das tägliche Miteinander und dienen als Maßstab. Im Einklang damit äußert die Belegschaft mögliche negative Auswirkungen und wirkt aktiv an deren Behebung mit. Dafür schaffen wir verschiedene Dialogräume – von Jour Fixe über regelmäßige Austauschformate bis zu digitalen Räumen. Mitarbeitende bringen Verbesserungen auch außerhalb von Hierarchien ein, etwa in crossfunktionalen Teams.
Offene Kanäle für Rückmeldungen
Allen Mitarbeitenden stehen persönliche und digitale Kanäle zur Verfügung, um Bedenken und Bedürfnisse einzubringen. Dazu gehören unter anderem:
- regelmäßige Jour Fixe mit der Führungskraft
- fachlicher und technischer Support via Ticketsystem, telefonisch oder persönlich
- regelmäßige Team- und Abteilungsmeetings
- Einbringung von Vorhaben in das Projektportfoliomanagement und von Prozessanpassungen in crossfunktionale Teams
- Kommentarfunktion im Intranet
- Engagement in bankweiten Austauschformaten
- Beteiligung an Umfragen wie dem GLS Barometer und Versammlungen für Mitarbeitende
- Bei vertraulichen oder persönlichen Anliegen sowie in Konfliktsituationen steht der Vertrauenskreis als Mitarbeitendenvertretung barrierearm persönlich, telefonisch und elektronisch zur Verfügung.
- Zusätzlich bieten wir externe Unterstützung, zum Beispiel über den BUK Familienservice bei mentalen Belastungen, familiären Herausforderungen oder individuellem Beratungsbedarf.
Interne und externe Unterstützungsangebote
Hilfs- und Unterstützungsangebote, die wir in Kooperation mit Dritten bereitstellen – etwa BUK Familienservice, Achtsamkeitstrainings, interdisziplinäre Gesundheitsberatung oder das Zentrum für medizinische Begutachtungen – stehen grundsätzlich der gesamten Belegschaft offen. Auf Wunsch läuft die Kontaktaufnahme über das interne Gesundheitsmanagement oder den Vertrauenskreis.
Alle Kommunikations- und Informationskanäle stehen allen Mitarbeitenden offen. Beschäftigte ohne eigenen Laptop oder PC, wie etwa das Reinigungsteam oder das Küchenpersonal, erhalten relevante Informationen aufbereitet oder wenden sich an Pat*innen im Unternehmen, die digitale Kommunikation übernehmen. Die Mitarbeitendenvertretung des GLS Konzerns verfügt über weitreichende Zugriffe auf alle relevanten Kanäle.
Umgang mit Beschwerden
Leitbild und Kernwerte ermöglichen eine offene, barrierearme, lösungsorientierte und zugewandte Kommunikation. Potenzielle Beschwerden sprechen wir zunächst im direkten Dialog zwischen den betroffenen oder zuständigen Parteien an. Führt dieser Austausch nicht zu einer gütigen Einigung, stehen weitere Unterstützungsangebote bereit: Mediator*innen, Vertrauenskreis, Abteilung Menschen und Wertekultur, Teamentwicklung oder Organisationsentwicklung.
Beschwerden behandeln wir individuell und bedarfsgerecht. Ein standardisiertes Ticketsystem analog zum Kundengeschäft eignet sich für Mitarbeitendenbeschwerden nur eingeschränkt und kommt daher nicht zum Einsatz. Beschwerden behandeln wir vertraulich, sofern kein anderslautender Arbeitsauftrag besteht. Die meldende Person erfährt daraus keine Nachteile. Wir unterscheiden zudem, ob ein arbeitsrechtliches, persönliches, gesundheitliches oder AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)-relevantes Anliegen vorliegt. Für jede Kategorie steht geschultes Fachpersonal zur Verfügung.
Bearbeitung und Nachverfolgung
Bei der Überwachung von Problemen unterscheiden wir zwischen technischen/prozessualen und persönlichen/menschlichen Fragestellungen:
Technische und prozessuale Probleme bearbeiten und dokumentieren wir in bestehenden Ticketsystemen. Je nach Kategorie gelten festgelegte Bearbeitungs- und, falls nötig, Eskalationszeiten.
Bei persönlichen oder zwischenmenschlichen Anliegen wendet sich die meldende Person an eine konkrete Ansprechperson. Diese plant geeignete Maßnahmen, begleitet den Prozess und bleibt zuständig, bis alle Beteiligten das Anliegen als abgeschlossen betrachten.
Bekanntheit der Verfahren und Onboarding
Um sicherzustellen, dass die Belegschaft die Verfahren zur Äußerung von Bedürfnissen und Beschwerden kennt, verfolgen wir eine Mehrkanalstrategie. Informationen erscheinen regelmäßig und wiederholt, unter anderem über:
- Tätigkeitsberichte des Vertrauenskreises
- Rundschreiben im Intranet
- Wissensdatenbank für Mitarbeitende
- Besuche in Team- und Abteilungsmeetings
- ein Forum für Mitarbeitende und weitere Formate
Neue Mitarbeitende durchlaufen einen Onboarding-Prozess mit Startertagen und GLS Kulturwerkstätten. Dort erhalten sie einen Überblick über Zugangswege, interne Anlaufstellen und Beschwerdemöglichkeiten.
Mindestens einmal jährlich führen wir das konzernweite GLS Barometer durch. Teil davon sind Fragen zur freien Meinungsäußerung, zu Mitwirkung und zum Wissenstand über bestehende Kontakt- und Beschwerdewege. So überprüfen wir fortlaufend, wie gut unsere Verfahren bekannt sind und wo wir sie weiter schärfen.